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3 Fragen zur Digitalisierung

Im Gespräch mit Stephan Schneider, Business Developer bei Vodafone Deutschland

i²fm: Sehr geehrter Herr Schneider, vielen Dank, dass Sie beim „Praxisdialog Building Information Modeling & Betreiben“ am 8.11.2016 in Dortmund mitmachen. Die Telekommunikationsbranche steht unter hohem Innovationsdruck. Wie erfassen Sie Kundenerwartungen?
Stephan Schneider: Qualitativ! Wir veranstalten je nach Branche in halbjährlichem oder jährlichem Rhythmus Netzwerkforen, wo wir unsere Kunden treffen, und zwar die jeweiligen IT-Entscheider der Unternehmen. In eintägigen Workshops arbeiten wir dann direkt mit den Kunden an den Lösungen. In der Regel startet dann kurz danach ein Vertreter aus dem Kreis einen Probelauf mit der erarbeiteten Lösung. Nach etwa einem halben Jahr beurteilt die gleiche Gruppe den Verlauf der Probe und die Güte der Lösung. Wenn eine Lösung gut abschneidet, wird sie auch von den anderen adaptiert. Unser Fokus liegt sehr auf der nachhaltigen Verankerung. Die ganzen quantitativen Ansätze mit Umfragen, viel Aufwand für die Kunden, viel Umfang, haben wir dafür sogar zurückgestellt.
i²fm: Haben Sie ein konkretes Lösungs-Beispiel?
Stephan Schneider: Die Konzernleitung erwartet natürlich von mir und meinem Team, dass wir mit innovativen Lösungen unseren Kunden immer einen Schritt voraus sind. Ein Beispiel für eine Entwicklung aus unserem Hause: Wir arbeiten in einem unserer Initiativkreise eng mit der Gesundheitswirtschaft zusammen. Telemedizin steht dabei im Fokus. Der Diabetologe Prof. Stefan Martin, Leiter des Westdeutschen Diabeteszentrums Düsseldorf, behandelt derzeit 500 Patienten mit einem Geräte, das Waage, Pedometer, Blutzucker- und Blutdruckmessgerät verbindet. Diese vier Geräte funken ihre Daten verschlüsselt auf eine SIM-Karte, die die Daten des einzelnen Patienten ins ärztliche System spielt – natürlich nach allen Regeln des Datenschutzes. Der Diabetologe kommt dann einmal die Woche via Telefoncall oder Videokonferenz und diskutiert die eingegangenen Werte mit dem Patienten. Er erreicht mehr Patienten, mehr Patienten erreichen ihn – die Auswertung gesamter Daten fällt leichter und hilft dabei eine Lebensstiländerung herbeizuführen. Das ist ein ziemlich schönes Beispiel für die Innovationserwartung unserer Konzernleitung.
i²fm: Überhaupt Orientierung im Dschungel der Digitalisierungsmöglichkeiten zu bekommen, scheint eines der größten Themen zu sein. Wie schätzen Sie das ein?
Stephan Schneider: Ja, das ist ganz klar der Fall. Das ist bei unseren Aktivitäten im Verein Digitale Stadt Düsseldorf, dessen Vorstandsvorsitzender ich bin, deutlich zu spüren. Wir vernetzen die Zukunftsbranchen der Informations- und Telekommunikationswirtschaft mit den klassischen Branchen. Wir haben inzwischen 300 Mitglieder, alles Unternehmen aus dem Düsseldorfer Raum.
Aus dem Bedarf an Orientierung hat sich in den vergangenen Jahren ein sehr breites Netzwerk zusammengeschlossen. Uns geht es um den Ausbau Düsseldorfs zu einer europaweit führenden Multimedia-Metropole, um permanenten Erfahrungs- und Informationsaustausch und natürlich um die Initiierung von Projekten und Initiativen. Dazu gibt es beispielsweise alle vier Wochen ein Netzwerktreffen.
i²fm: Sehr geehrter Herr Schneider, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Stephan Schneider über sich

Ich bin Senior Manager im Business Development Public & Health und kümmere mich in verschiedenen Branchen um Lösungsansätze. Dazu gehören neben der Gesundheitswirtschaft sowohl Flughäfen, Kommunen oder auch der ÖPNV. Wir haben sieben Kundencluster in denen wir uns in Initiativ-Kreisen permanent austauschen, um gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, die auf die jeweilige Branche abgestimmt sind, und natürlich diese Lösungen auch umzusetzen. Seit 10 Jahren bin ich außerdem Vorstandsvorsitzender der Digitalen Stadt Düsseldorf, Deutschlands größtem ITK Netzwerk mit 300 Mitgliedsunternehmen.

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Wann & wo?

16.11.2017, Essen

Ansprechpartner

i2fm ansprechpartner bilski neuman
Katja Bilski-Neumann Geschäftsfeldleiterin Kommunikationsplattformen
+49 (0) 208 594 87 19 17
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